Sie sind klein, handlich und aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Batterien.
Die Allzweckwaffe für mobile, technische Geräte gibt es längst nicht mehr nur als Wegwerfartikel. Im Sinne der Nachhaltigkeit und auch aus wirtschaftlichen Überlegungen sind (Lithium)Akkus mittlerweile gängiger Standard. Mehrere hundert bis deutlich über tausend Ladezyklen können sie durchlaufen.
Richtig Lagerung und Sicherheit
Batterien und Akkus kühl (ca. 15 Grad) und trocken lagern. Daneben ist es wichtig, dass sie nicht dauerhaft in der prallen Sonne liegen. Einen aufgeblähten Akku nicht erneut aufladen, sondern direkt entsorgen.
Sollten Sie unsicher sein, ob von der Batterie eine Gefahr ausgeht, am besten in ein mit Sand gefülltes feuerfestes Gefäß lagern und dann entsorgen.
Sind Batterien ausgelaufen, sicherheitshalber nur mit Handschuhen anfassen. Andernfalls die Hände nach Kontakt ordentlich waschen. Die Flüssigkeit kann ätzend wirken. Ausgelaufene Reste feucht aufwischen.
Richtige Entsorgung
Batterien und Akkus enthalten wichtige Rohstoffe. Bei der richtigen Entsorgung können sie recycelt – je nach Verfahren ist eine Quote von über 90 Prozent möglich – werden und gelangen so wieder in Stoffkreislauf. Gleichzeitig sorgen diese Rohstoffe aber auch dafür, dass Batterien und Akkus brandgefährlich sein können. Gelangen sie in den normalen „Müll“ kann es passieren, dass durch quetschen oder schreddern in den Müllfahrzeugen und Entsorgungsanlagen Brände entstehen.
Batterien und Akkus gehören daher nicht in den Hausmüll, die gelbe Tonne oder in den Schrott. Aufgrund der Umwelt- und Brandgefahren müssen sie separat entsorgt werden. Entweder über Sammelboxen in Drogerien, Super- und Elektromärkten oder den kommunalen Recyclinghöfen.
Auch daran denken: Wenn alte Elektrogeräte den letzten Weg antreten, wenn möglich zuvor Akkus und Batterien entfernen und die Pole abkleben.
Und zum Schluss: Selbstverständlich gehören alte Batterien auch nicht einfach in die Umwelt. Die Batterieflüssigkeit wirkt hoch toxisch und schadet dadurch Pflanzen und Tiere, gelangt sie in Gewässer und den Boden kann es auch für den Menschen gefährlich sein.
Schon gewusst?
- Batterien verbrauchen in der Herstellung 40-500 Mal so viel Energie, wie sie am Ende liefern.
- Energie aus der Steckdose ist wesentlich günstiger als Energie aus Batterien. Berechnungen des Bundesumweltamtes gehen vom Faktor 200 aus.
- Akkus gibt es in verschiedenen Ausführungen. Dies hat folgen für die Nutzung. So entladen sich bspw. Nickel-Metallhybrid (NiMH) Akkus schneller als Lithium-Ionen-Akkus. Auch die Energiedichte ist geringer. Dafür schneiden sie bei Umweltfreundlichkeit und Sicherheit besser ab.
- Batterien und Akkus haben ein Haltbarkeitsdatum. Nach Ablauf lässt die Leistung (Spannung) nach.
- Batterien und Akkus enthalten je nach Zusammensetzung z.B. Kupfer, Aluminium, Blei, Graphit, Mangan, Kobalt, Nickel, Lithium , Zink sowie Stahl
- Temperaturen über 40 Grad sind nachteilig und beeinflussen die Leistung – akku- und batteriebetriebene Geräte also nicht in der Sonne oder im Sommer im Auto vergessen.
- Für die optimale Lebensdauer Akkus auf einem Ladestand zwischen 20 und 90 Prozent halten. Unbedingt vermeiden, dass der Akku komplett entlädt.
- Im Jahr 2024 wurden beinahe 205.000t Batterien (inkl. Akkus) recycelt.
Quellen:
Altbatterien | Umweltbundesamt
19275-1_GRS_1-11-0057_Welt der Batterien_297x210_DE.indd
Batterien und Akkus richtig nutzen und fachgerecht entsorgen | Umweltbundesamt
Wissenswertes zur Batterie Entsorgung |
Bild: Foto von Hilary Halliwell: https://www.pexels.com/de-de/foto/nahaufnahmefoto-von-batterien-698485/